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Beobachtungsbericht   14.8./16.8.2007    (02/2007)

    Beobachter: PS
    Kollegen: 14.8.: keine
    16.8.: Thomas Schmitt + Wolf Loncyk
    Ort: LAHA
    Datum/Zeit: 14./15.08.2007 (Di/Mi) 21:40-01:00 MESZ
    16./17.08.2007 (Do/Fr) 21:30-02:00 MESZ
    Sonne: Astronomische Dämmerung Ende 23:30
    Mond: Neumond
    Wetter: Windig am 14. / windstill am 16., beide Male durchziehende Wolken von Westen ABER: sehr gute Durchsicht, angenehm warm + trockene Luft
    Temperatur 17-19 Grad
    Grenzgrösse: ca 5.5mag (für LAHA herausragend transparenter Himmel!)
    Teleskop: Dobson 20" f/4
    Feldstecher (FS) Fujinon 10x50, Fotostativ
    Montierung: Dobson + Dobdrive
    Filter: 2" Astronomik UHC, OIII, Hβ
    Okulare:
    Nagler 31mm 20mm 13mm 9mm 2xBarlow
    AP 8mm 5mm 3mm 2mm 1mm
    V 65x 100x 155x 225x 450x
    Feld 1.25° 0.8° 0.5° 22' 11'
    Objekte:
    Planetarische Nebel (PN):
          M76 (And), NGC 6905 (PN, Sag), M57 (Lyr), M1 (Tau)
    Diffuse Emmisionsnebel (Neb):
          Cirrus-Komplex (Cyg), Nordamerika-Nebel NGC 7000 (Cyg), Pelikan-Nebel IC 5010 (Cyg), Crescent-Nebel NGC 6888 (Cyg) PacMan-Nebel NGC 281 (Cas), California-Nebel NGC 1499, Helix-Nebel NGC 7293 (PN, Aqr)
    Galaxien (Gx):
          Stephan's Quintett NGC 7320 et al (Peg), NGC 7331 + 7335/6/7 (Deer Lick Group, Gx, Peg) M31 (And), M33 (Tri), NGC 891 (And) NGC 404 (And), M33 (Tri)
    Kugelsternhaufen (GC):
          M13 (Her)
    Planeten:
          Jupiter


    Alle Daten + Zeiten (in MESZ) aus Guide 8.0.    Bilder der Objekte: © STScI Digitized Sky Survey.
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    Die Highlights der Nacht sind gelb markiert.

Übersicht

    (1) NGC 6905 (PN, Sagitta)
    (2) M76 (PN, And/Cas)
    (3) Crescent NGC 6888 (Neb, Cyg)
    (4) Cirrus-Komplex NGC 6960, 6992/6995=W und 'Pickerings Triangular Wisp' (SNR, Cyg)
    (5) Pelikan (IC 5070, Neb, Cyg)
    (6) Nordamerikanebel (NAN, NGC 7000, Neb, Cyg)
    (7) PacMan-Nebel um NGC 281 (Neb, Cas)
    (8a) NGC 7331 + NGC 7335/6/7 (Deer Lick Group, Gx, Peg)
    (8b) Stephans Quintett NGC 7317, 7318A, 7318B, 7319 + 7320C = Hickson 92 (Gx-Gruppe, Peg)
    (9) Andromeda-Galaxie et al (Gx, M31, And) und M33 (Gx, Tri)
    (10) NGC 404 - (Gx, And, 'Mirach's Ghost')

    (11) NGC 891 - (Gx, And)
    (12) California-Nebel (NGC 1499, Neb, Per)
    (13) Helix Nebel NGC 7293 (PN, Aqr)
    (14) Crab-Nebel M1 (SNR, Tau)

Einführung

    Dieser Bericht fasst die Beobachtungen zweier etwas durchwachsener Nächte (mit durchziehenden Wolken) zusammen (plus ein Kurznachtrag aus einer schlechten Nacht vom 24.8. ganz unten). In LAHA war die Himmelstransparenz in beiden Nächten allerdings wirklich herausragend gut und ermöglichte - zwischen den Wolken - so hervorragende Sichten auf einige Objekte, wie ich sie sonst nur an wesentlich besseren Beobachtungsplätzen gesehen habe. Dennoch erschien der Himmel relativ hell (wie auch sonst in LAHA üblich). Galaxien waren folglich nicht so toll zu sehen, dafür kamen Emissionsnebel (mit Filtern) hervorragend raus...

    Am ersten Abend mache ich (wegen der durchziehenden Wolken) in der Zwischenzeit auch ein paar Aufnahmen des Teleskops unter dem Himmel, u.a. die Aufnahme hier.

    Wieder standen hier noch keine ausgesprochenen Spezialobjekte auf dem Programm, eher die allseits bekannten Standard-Grössen des Herbsthimels - aber hey, das waren die Beobachtungsnächte Nr 3 und 4 mit dem neuen Dob - What do you expect ? Und intensives Detail-Studium dieser Objekte wird sicher noch etliche Beobachtungsstunden in Anspruch nehmen... :-)

Beobachtungen

    (1) NGC 6905 (PN, Sagitta)

    CrossRef
                           
    Ein PN, der kürzlich in SuW 8/2007 S.66 von Ex-Kollege KPS vorgestellt wurde. Er ist im Dob mit dem doch recht engen 1.25° Feld zuerst etwas langwierig aufzufinden, vor allem aus Mangel an hellen Sternen in der Umgebung. Der Nebel ist aber sofort im 31er ohne Filter sichtbar + als PN identifizierbar. Die FH ist also doch relativ hoch. Linienfilter (UHC, OIII) bringen kaum einen Zuwachs an Details und Sichtbarkeit. Der Nebel erscheint augenförmig elongiert in Richtung der umgebenden beiden Sterne. Aber das kann genauso eine Täuschung sein, die durch die beiden Sterne in dieser Richtung bewirkt wird. Die etwas faserige Innen-Struktur war evtl angedeutet zu erkennen (unsicher?).


    Feldgrösse 10'x10', © STScI Digitized Sky Survey

    (2) M76 (PN, And/Cas)

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    Der sog. 'kleine Hantelnebel' hat sehr hohe FH und ist unschwer und ohne Filter sofort zu erkennen. Mit UHC Filter sieht man auf einer Seite auch noch eine umgebende Halo-Hälfte, die die Grösse des Gesamtnebels mehr als verdoppelt. Das Kerngebiet ist erdnuss-förmig und schon ohne Filter so zu erkennen. Im Nebel sind Helligkeitsvariationen zu sehen, schon recht detailreich bei hohen Vergrösserungen.


    Feldgrösse 10'x10', © STScI Digitized Sky Survey

    (3) Crescent NGC 6888 (Neb, Cyg)

    CrossRef
                           
    War der Crescent jemals schwierig zu finden ? Komisch ! :-) Beim Aufsuchen mit Dob und OIII ist er sofort sichtbar. Der Nebel ist doch schon recht gross und die Nierenform ist offensichtlich. Auf der helleren + gerundeten Aussenseite gibt es eine Teilung und auch sonst sind Substrukturen zu sehen. Im 8" war das alles ein K(r)ampf, und Crescent war ein etwas schwierigeres (wenn auch nicht extrem schweres) Objekt. Jetzt im Dob sind Details zu sehen, die durchaus auch für einen längeren Aufenthalt auf dem Objekt reichen... Ein kleinen Artikel zum Crescent findet man hier. Interessant ist, dass es kein SNR und kein klassicher PN ist, sondern ein Nebel, der durch extrem hohen Massenverlust bei einem sehr leuchtkräftigen Stern (M= -4) in der Spätphase seiner Entwicklung entsteht (Wolf-Rayet-Stern) !

    Es ist auch klar, dass man an einem wirklich guten Platz einmal mit Filtern den ganzen Schwan durchforsten muss nach Nebeln und Dunkelnebeln...!


    Feldgrösse 30'x30', © STScI Digitized Sky Survey

    (4) Cirrus-Komplex NGC 6960, 6992/6995=W und 'Pickerings Triangular Wisp' (SNR, Cyg)

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    Ein klassisches Objekt, wenn auch etwas gross für 2m Brennweite, selbst im 31er. Erstaunlicherweise war der hellere Westteil (Sturmvogel) schon im 10x50 Feldstecher zu sehen, wenn auch durchscheinend und schwach (schon ohne Filter !) - ein Zeichen für die Super-Duchsicht heute nacht. Der Blick durch den Dob mit OIII-Filter ist wirklich phantastisch: sowohl Ost- (Sturmvogel) als auch Westteil (Wolf L. nannte das Ding 'die Knochenhand').

    Der Sturmvogel ist wirklich röhrenartig sichtbar, mit hellen kantige Rändern. Selbst die sichelförmigen Strossfronten, die man auf Fotos sieht waren angedeutet ! Die südlichen Ausläufer fasern 3fach auf, und ein Stück weiter unten sieht man noch eine losgelöste Wolke (hatte ich noch nie gesehn). Beim Ost-West Schwenk über den Sturmvogel kann ich im Dob jetzt auch die unterschiedlich hohe Sterndichte auf beiden Seiten sehen. Auch das gelang im 8" auch unter bestem Himmel nicht wirklich. Durch die tiefe Grenzgrösse des Dob (und dennoch grosses Feld im 31er und 20") wird's jetzt möglich.

    Beim Weiterschwenk Richtung Osten kommt die TriangularWisp ins Feld. Im 8" war man froh das Ding überhaupt zu sehen. Hier im 20er zeigen sich darin sogar Strukturen ! Das Dreieck hat Substruktur (helle Ecken re + li) und läuft nach Süden in eine schmale Struktur aus (die man bei perfektem Himmel nochmal weiterverfolgen muss). Schliesslich der Ostteil. Im 31er ist er praktisch komplett zu überblicken. Toll !!! Im 20er Nagler mit erst dann passender AP aber wirklich Wahnsinn, was da an scharfkantigen Strukturen zu sehen ist. Abgeteilt im Raum schwebende Streifen + Fetzen. Der Süden in der Form eines Eselskopfes - wie eine wilde Kreide-Zeichnung von Dali ! Unglaublich der Cirrus (Veil, Cygnus-Loop) - man fällt beim Jubeln fast von der Leiter !!! Insofern sind grosse Dobs wirklich gefährliche Instrumente ! :-)


    Feldgrösse ?'x?', © P. Surma

    (5) Pelikan (IC 5070, Neb, Cyg)

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    Ich dobse mit 31er/OIII von Deneb ausgehend manuell rüber zu Nordamerika: Klasse wie hell der Nebel heute erscheint ! Nur - ich finde mich irgendwie nicht zurecht ! Verzeifelt suche ich nach dem markanten + besonders hellen Golf von Mexico, der feldmässig noch in dieses Okular passt. Ich finde ihn irgendwie nicht, also nochmal von vorn ... Schliesslich merke ich, dass ich auf den Hinterkopf des Pelikan sehe und eben nicht in den benachbarten Nordamerika... Unglaublich wie hell der Pelikan (!) zu sehen ist. Wahnsinn! Von den beiden Augensternen ausgehend der Kopf, darunter der deutlich als geöffnet sichtbare Schnabel in 2 Teilen (!), und daneben der Unterkörper der nach Süden in Fetzen ausläuft. Ich versuche auch - wieder mal - die Sonnenbrille (2 dunkle Augenlöcher unterhalb der 2 Augensterne) zu sehen. Ich sehe eine Andeutung: die Gegend ist zumindest deutlich dunkler als die Umgebung, die beiden getrennten runden Löcher sehe ich aber nicht (Der berühmte Schwarze Kater im Tunnel). Unter richtig dunklem Himmel muss hier nochmal nachgelegt werden und 1/2h nur Pelikan + NAN geschaut werden ...


    Feldgrösse ?'x?', © P. Surma

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    (6) Nordamerika-Nebel (NAN, NGC 7000, Neb, Cyg)

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    Schliesslich doch noch rüber zum NAN. Ich achte diesmal etwas mehr darauf ob ich Helligkeitsvariationen im Nebel sehen kann. Ja sie sind da. Insbesondere am Südende (Mittelamerika + Golf v. Mexico). Es gibt aber keine scharfen Kanten wie beim Cirrus (und wie auf Fotos des NAN), alles ist diffuser und weniger deutlich gezeichnet. Zum ersten Mal fällt mir auch der Sternhaufen in NAN auf. Auch hier: Da capo bei optimalem Himmel...

    (7) PacMan-Nebel um NGC 281 (Neb, Cas)

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    Der PacMan in der Cassiopeia ist bei Aufsuchen mit 31/OIII sofort sichtbar. Innenstrukturen sind ebenfalls zu sehen, jedoch bei weitem weniger deutlich und scharfkantig als im Cirrus. Das Dunkelgebiet im Zentrum ist natürlich deutlich sichtbar. Der Pacman braucht aber wirklich NOCH besseren Himmel !


    Feldgrösse 45'x45', © STScI Digitized Sky Survey

    (8a) NGC 7331 + NGC 7335/6/7 (Deer Lick Group, Gx, Peg)

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    Auf der Suche nach Stephan's Quintett (siehe 8b) kommt man an NGC 7331 vorbei. Im 8"/C11 war das zwar immer eine durchaus deutliche Galaxie, aber ohne jedes Detail. Im Dob ist das anders. Auf dem Weg zum SQ ist schon in NGC 7331 einiges an Detail zu sehen. Sie zeigt eine körnige Struktur und Andeutungen von Staubbändern (Fotos zeigen eine ganz starke + feingranulierte Spiralstruktur. Irgendwie sieht NGC 7331 aus wie M31 in einem Grossfeld-Teleskop (Aufblickwinkel, Staubbänder), nur eben etwas granulierter/strukturierter. Daneben sind noch 3 schwache Begleiter-Gx auszumachen, die zusammen die 'Deer Lick Group' bilden (dank an Kollege Christian Busch für den Hinweis auf den Namen).


    Feldgrösse 15'x15', © STScI Digitized Sky Survey

    (8b) Stephans Quintett NGC 7317, 7318A, 7318B, 7319 + 7320C = Hickson 92 (Gx-Gruppe, Peg)

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    Stephans Quintett war in 8" und C11 immer durchaus zu erkennen, aber es blieb dennoch immer eine gewisse Herausforderung. NGC 7331 etwas nördlich von SQ war immer einfach zu finden, aber SQ selber war schwach und man sah nicht alle Mitglieder eindeutig. Der Dobson zeigt auch hier deutliche Verbesserung (wenn es auch keine wirklich gute Nacht für Galaxien war - hier ist also noch wirklich viel besseres zu erwarten !). Das SQ ist im 31er durchaus schon beim Aufsuchen sichtbar, wenn auch recht schwach + eher indirekt. Deutlich besser wird es im 20mm (100x) und dann im 13mm (155x). Die Gruppe ist in T-Form angeordnet und besteht aus Gx von > 14mag. Alle 5 Galaxien sind im Dob individuell auszumachen. Insbesondere auch die beiden wechselwirkenden 'Zentralgalaxien' (auf dem Schnittpunkt des 'T'). Letztere waren im C11 nicht getrennt zu sehen gewesen. Ich habe leider vergessen, explizit nach 7320C zu suchen. NGC 7320 (~ 800 km/s Rotverschiebung) ist nämlich gar keine physikalisch assozierte Gx der Gruppe ! - statt dessen nimmt man nun 7320C um die Fünfe des Quintetts (bei ~ 6500-7000 km/s Rotverschiebung) wieder voll zu machen...

    Link zu Weiteren Infos zum Stephan's Quintett
    Einen sehr empfehlenswerten + ganzen Catalog an schönen Gx-Gruppen findet man übrigens bei Reiner Vogel aus Freiburg.


    Feldgrösse 15'x15', © STScI Digitized Sky Survey

    (9) Andromeda-Galaxie et al (Gx, M31, And) und M33 (Gx, Tri)

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    Es war keine Galaxien-Nacht wie ich schon sagte, zu hell war der Himmel trotz hoher Transparenz (eine sonderbare Kombination, die ich mir bisher (meteorologisch) nicht so recht erkären kann, ehrlich gesagt). Natürlich riskiert man dennoch einen Blick auf Andromeda, die bekanntlich 'immer für eine Enttäuschung gut ist'. OK, natürlich sieht man den Kern, der erstaunlich stellar wirkt. Die Staubstreifen waren angedeutet aber nicht wirklich prominent. Dazu natürlich M32 und NGC 205... Ein andermal - wenn es sich wirklich lohnt - dann mehr ! Am besten ein ganzes Beobachtungs-Programm nur auf M31 et al. (Staubstreifen, GCs, Sternwolken NGC 206, andere Begleiter von M31... und dann eine paar mehr Galaxien der Lokalen Gruppe).

    In M33 sind die Spiralarme angedeutet. Mit UHC auch die HII Gebiete, aber es bleibt grottig, wegen des zu hellen Himmels. Bei gutem Himmel sollte das wirklich interessant aussehen, schätze ich ...


    Feldgrösse ?'x?', © P. Surma

    (10) NGC 404 - (Gx, And, 'Mirach's Ghost')

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    Zum ersten Mal schaue ich mir NGC 404 an, eine 11mag Galaxie ganz nah an jenem Armstern der Andromeda, von dem man aus zu M31 nach oben (N) abbiegt. Sie steht nur 6' nordwestlich von Mirach, ist deshalb sehr leicht aufzufinden und recht hell. Ein schönes Vorzeigeobjekt, allerdings sind keine Details sichtbar (S0 Typ). http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_404


    Feldgrösse 15'x15', © STScI Digitized Sky Survey

Nachtrag, Nacht vom 24.8.

    Ort: LAHA
    Datum/Zeit: 24./25.08.2007 21:30-02:00 MESZ
    Mitbeobachter: Matthias Speck, Michael Mommert, Wolf Loncyk, NN
    Wetter: Wolken, Wolken, Zwischenräume...

    Hier noch nachgetragen ein paar Objekte aus einer deutlich schlechteren Nacht (klar ersichtlicher Unterschied am NAN und Cirrus) am 24.8. War eigentlich hauptsächlich ein soziales Event, naja, warum nicht... :-)

    (11) NGC 891 - (Gx, And)

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    NGC 891 verdient + braucht einen besseren Himmel, aber sei's drum. Sie bleibt (bei diesem Wetter) leider etwas schwach. Man sieht jedoch den Staubstreifen. Details sollten bei gutem Himmel gut machbar sein...


    Feldgrösse 15'x15', © STScI Digitized Sky Survey

    (12) California-Nebel (NGC 1499, Neb, Per)

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    Bei recht schlechtem Himmel (in LAHA) ! California ist schwierig, das ist bekannt. Ohne HBeta-Filter hat man kaum eine Chance. Ausserdem ist er riesig. Dennoch - aufgehend von Zeta Per - beim Schwenk mit dem 31er/HBeta ist die Nebelgrenze hier im Dob - insbesondere im N - ganz passabel zu erkennen. Wenn auch der Nebel selbst äusserst diffus ist. Bei gutem Himmel kann man sich hier sicher einiges versprechen ...


    Feldgrösse 60'x60', © STScI Digitized Sky Survey

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    (13) Helix Nebel NGC 7293 (PN, Aqr)

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    Auch zu schlechter Himmel und dazu noch sehr niedrige Deklination (Elevation) ! Helix war auch mit OIII nur relativ schwächlich zu sehen, aber sehr gross, radiale Streifen sind in der Hülle angedeutet... Sicherlich ein Objekt mit Details wenn der Himmel stimmt.


    Feldgrösse 30x30', © STScI Digitized Sky Survey

    (14) Crab-Nebel M1 (SNR, Tau)

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    Erstaunlich deutlich + gross zu sehen (verglichen mit meinen Erinnerungen von früher am C11). Im C11 war M1 eigentlich immer recht enttäuschend gewesen: ein strukturloser Wattebausch. Im Dob sind jetzt zumindest Strukturen angedeutet. Der Himmel muss besser sein, dann müsste man eigentlich Details sehen können...?!


    Feldgrösse 15'x15', © STScI Digitized Sky Survey

Appendix Technik

    Der Windwiderstand des Teleskops bei voller ummantelung und mit Frontbaffle machte am ersten Abend starke Probleme ! Fazit: Bei Wind muss man beide abnehmen. Man bemerkt etwas Kontrastverlust, aber das Beobachten wird wieder merklich ruhiger. Auch muss ich den Backlash im DobDrive etwas kleiner + die Positionier- geschwindigkkeit bei Gelegenheit mal etwas kleiner stellen !

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    Ich werfe in der 2. Nacht auch einen Blick durch Thomas Schmitt's Mini-Dob (ich glaube ein 6" f/5 oder so ähnlich). Echt klasse. Superleicht, sogar aus der Hand durchgucken geht passabel. Die Feldgrösse mit dem 31er Nagler ist Wahnsinn ca 4 Grad (allerdings fällt die Kiste wegen fehlender Balance einfach um, wenn man sie loslässt :-). Mit einem solchen Richfield-Teleskop durch die Milchstrasse zappen macht echt Spass. Da tauschen wir doch echt mal für 10 Minuten die Teleskope . :-) Und mir wird auch klar: als Sucher wäre sowas klasse. Und: Leiter brauch in diesem Fall selbst ich keine, eher nen Gebetsteppich...

Version: 03.12.2008
Initial: 17.08.2007
© 2008 by P. Surma